Lichttherapie-Lampe im Test: Hilfe bei Depressionen?

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Kann eine Tageslichtlampe Depressionen bekämpfen? (Quelle: Anthony Tran - unsplash.com)

Fühlen Sie sich im Winter oft niedergeschlagen?

Das kann ein Warnsignal für eine Winterdepression sein, dass Sie nicht allzu leicht abschlagen sollten.

Ungefähr 9% der deutschen Bevölkerung leiden an Winterdepressionen. Frauen sind dabei dreimal häufiger betroffen als Männer.

In diesem Artikel erfahren Sie, wo diese Abgeschlagenheit ihren Ursprung findet, auf welche Symptome Sie achten sollten und wie eine Lichttherapie in diesem Zusammenhang für Sie hilfreich sein kann.

Inhaltsverzeichnis

Winterdepression: Ursachen und Symptome

Der Hauptgrund für die saisonal bedingte Depression ist der akute Lichtmangel im Herbst und Winter. Dieser löst ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt sowie Ihrer Botenstoffe (Neurotransmitter) aus.

Die Produktion des Schlafhormons Melatonin sowie des Stimmungshormons Serotonin in Ihrem Körper gerät in dieser Zeit durcheinander.

Füße eines Mannes im Bett
Melatonin ist für einen guten Schlaf verantwortlich. (Quelle: Damir Spanic - unsplash.com)

Dabei ist Melatonin wichtig für die Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus, wobei Serotonin die Stimmung und das Wohlbefinden steuert.

Wenn es abends dunkel wird, ist das ein Signal für den Körper, das Hormon Melatonin auszuschütten.

Dadurch wird man müde.

Durch die Dunkelheit im Winter wird das Gehirn stärker zur Produktion von Melatonin angeregt, was Antriebslosigkeit, Müdigkeit und depressive Verstimmungen auslöst.

Hinzu kommen innere Unruhe, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen und körperliche Beschwerden, welche nicht organisch erklärbar sind.

Melatonin wird aus dem Glückshormon Serotonin gebildet.

Dadurch, dass im Winter mehr Melatonin gebildet wird, wird mehr Serotonin verbraucht, was wiederum auf die Stimmung drückt.

Um diesen Mangel auszugleichen, kommt es zu Heißhungerattacken auf Süßigkeiten, da Zucker die Serotoninbildung im Gehirn steigert.

Eine Behandlung ist erforderlich, sobald Ihnen die Symptome zur Belastung werden.

Was ist eine Lichttherapie-Lampe?

Bei einer Lichttherapie-Lampe handelt es sich um eine sehr helle Lampe, die ihren Einsatz in der Behandlung von Winterdepressionen findet. Sie enthält, im Gegensatz zu z.B. Gesichtsbräunern, kein UV-Licht.

Die therapeutische Wirkung ist der genauen Dosierung und Steuerung von sicherem und natürlichem Licht zu verdanken. Meist wird zur Therapie weißes Licht verwendet, da dieses am besten untersucht ist.

Die Leuchte sollte um die 10.000 Lux stark sein, wobei eine Mindesthelligkeit von 2.500 Lux erforderlich ist. Diese Helligkeit ist deutlich stärker, als eine normale Zimmerleuchte.

Eine Lichttherapie-Lampe nutzt ein fluoreszierendes, diffuses Licht, was dem Sonnenlicht stark ähnelt.

Am besten wirkt diese, indem Sie über die Netzhaut des Auges aufgenommen wird.

Lichttherapie, Frau sitzt in Jogaposition vor der Sonne
Eine Lichttherapie-Lampe hat eine therapeutische Wirkung bei Depressionen. (Quelle: Jared Rice - unsplash.com)

Aus diesem Grund ist sie eine häufig eingesetzte Möglichkeit, um depressive Symptome wie Müdigkeit und Lustlosigkeit zu lindern.

Lichttherapie-Lampe bei Depressionen: So wird sie richtig angewendet

Eine Lichttherapie-Lampe wird vor allem bei leichter bis mittelschwerer Winterdepression empfohlen.

Bei anderen Depressionsarten oder bei einem schweren Verlauf der Winterdepression kann sie zusätzlich zur Psychotherapie oder medikamentösen Therapie eingesetzt werden.

Für eine effektive Anwendung setzen Sie sich vor das Gerät und Blicken mit geöffneten Augen in das helle Licht.

Man muss nicht direkt in die Lichtquelle schauen. Es genügt, wenn Sie regelmäßig in die Richtung des Lichtes sehen.

Das Licht einer Lichttherapie-Lampe muss ins Auge gelangen, um seine therapeutische Wirkung zu entfalten.

Diesen Vorgang wiederholen Sie täglich für 30 Minuten bis zu einer Stunde. Jedoch hängt die Behandlungsdauer vom Gerät, der Entfernung und der Lichtstärke ab.

Bei 10.000 Lux genügt eine halbe Stunde Lichttherapie täglich. Wer eine 2.500 Lux Lampe verwendet, sollte eine Stunde einplanen.

Je geringer der Abstand, desto kürzer die Behandlungsdauer.

Während der Anwendung können Sie leichten Tätigkeiten nachgehen. Sie können sich beispielsweise beim Lesen eines Buches entspannen oder Frühstücken.

Die ideale Zeit für eine Lichtdusche ist morgens zwischen sieben und zehn Uhr, da Licht einen großen Einfluss auf Ihren Tag-Nacht-Rhythmus hat.

Wenden Sie die Lampe am Abend an, kann es sogar sein, dass Sie Einschlafstörungen entwickeln.

Im Gegensatz zu Gesichtsbräunern, die UV-Licht abgeben, ist bei der Lichttherapie Lampe keine Solarium-Schutzbrille nötig.

Lichttherapie-Lampe auch bei Schuppenflechte wirksam?

Psoriasis einer Frau an Händen und Armen
Psoriasis kann medikamentös, mit der richtigen Hautpflege und mit UV-Bestrahlung behandelt werden. (Quelle: milesz - pixabay.com)

Nein, eine Lichttherapielampe ist bei Schuppenflechte nicht wirksam, da sie kein UV-Licht abstrahlt.

Bei Schuppenflechte hilft nur die Behandlung einer UV-Lichttherapie.

Eine herkömmliche Lichttherapie-Lampe enthält jedoch kein UV-Licht, da sie hauptsächlich zur Behandlung von Winterdepressionen oder Schlafstörungen angewendet wird.

Hierbei wird das Licht über die Augen aufgenommen und regt somit die Serotoninbildung im Körper an.

Um Schuppenflechte (med.: Psoriasis) zu behandeln, gibt es verschiedene Therapieoptionen.

Die richtige Hautpflege in Kombination mit Medikamenten hilft meist dabei, die Symptome zu lindern.

Wenn das nicht ausreicht, kann eine UV-Lichttherapie angewendet werden. UV-Licht hilft dabei, Entzündungsreaktionen zu minimieren und die Zellteilung der Haut zu verlangsamen.

Dieses Verfahren wird 3-mal pro Woche in einer hautärztlichen Praxis oder im Krankenhaus angewendet.

Die Bestrahlung findet in speziellen Kabinen mit Lichtröhren statt, die mit einem UV-Licht einer bestimmten Wellenlänge ausgestattet sind.

Dadurch können Körperteile wie Kopf oder Hände einzeln bestrahlt werden.

Kann eine Tageslichtlampe Vitamin D im Körper bilden?

Nein, eine Tageslichtlampe führt nicht zur Vitamin-D-Produktion im Körper.

Dadurch, dass Lichttherapie-Lampen kein UV-Licht enthalten, kommt es nicht zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung.

Unsere Haut benötigt UVB-Strahlung, um das wichtige Vitamin zu bilden.

Tageslichtlampen enthalten kein UV-Licht, weshalb sie nicht zur Bildung von Vitamin D in der Haut geeignet sind.

Ganz anders ist das bei Gesichtsbräunern. Das Solarium fürs Gesicht gibt sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung ab und schafft es somit, die Haut zur Vitamin-D-Produktion anzuregen.

Dasselbe gilt natürlich auch für Ganzkörper-Heimsolarien.

Dadurch bekommen Sie nicht nur einen schönen, frischen Teint, sondern tun Ihrem Körper gleichzeitig etwas Gutes, indem der Vitamin-D-Spiegel erhöht wird.

Bei Bräunungscremes hingegen wird kein Vitamin D gebildet. Hierbei kommt der Teint durch eine chemische Reaktion auf die Haut.

Wenn durch das Solarium Vitamin-D im Körper gesteigert wird, fühlen Sie sich fitter, haben im Alltag mehr Antrieb, sind leistungsfähiger und gesünder.

Die Tageslichtlampe ist vor allem zur Behandlung von Winterdepressionen und Schlafstörungen geeignet.

Dadurch ist es notwendig, das Licht über die Augen aufzunehmen. Das ist jedoch nur möglich, wenn das Licht keine UV-Strahlung enthält.

UV-Licht schädigt unsere Augen, weshalb es bei der Behandlung mit einem Gesichtsbräuner auch so wichtig ist, immer eine Schutzbrille zu tragen.

Eine Lichttherapie Lampe hingegen muss ohne Augenschutz angewendet werden.

Autorin: Marina Gottlieb

Autorin: Marina Gottlieb

Marina Gottlieb ist die Hauptautorin der Seite Gesichtsbräuner24. Sie ist sportlich sehr aktiv, geht regelmäßig ins Fitnessstudio und legt viel Wert auf ihre Bräune. Sie hat die bekanntesten Gesichtsbräuner getestet und teilt hier ihre Erfahrungen.

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